Produktzulassung

Das deutsche Sprengstoffrecht forderte bisher ein eigenes Zulassungsverfahren für pyrotechnische Gegenstände, die in Deutschland eingeführt, verbracht, in Verkehr gebracht, vertrieben, anderen überlassen oder verwendet werden sollen. Bereits seit 1993 werden Explosivstoffe und auch pyrotechnische Sätze europaweit einheitlich zugelassen. Die europäische Union hat mit der EU Richtlinie 2007/23/EG auch die einheitliche Zulassung und Behandlung von pyrotechnischen Gegenständen geregelt.

Jetzt hat der deutsche Gesetzgeber zur Umsetzung dieser Richtlinie die nationale Gesetzgebung in Form des Sprengstoffgesetzes und der Verordnungen geändert. Damit wurde mit Wirkung zum 1.Oktober 2009 unter anderem das Zulassungsverfahren für pyrotechnische Gegenstände und Explosivstoffe vereinheitlicht. In Deutschland gilt nun einheitlich für explosionsgefährliche Stoffe - basierend auf den Richtlinien 93/15/EG und 2007/23/EG - das Konformitätsnachweisverfahren.

Airbags, Gurtstraffer und sonstige in Kfz verwendete pyrotechnische Gegenstände müssen bezüglich ihrer Zusammensetzung, Beschaffenheit und Bezeichnung bestimmte Kriterien erfüllen, um die Sicherheit der zuzulassenden Produkte zu gewährleisten. Diese werden von einer benannten Stelle in einer sogenannten Baumusterprüfung überprüft. Unter den benannten Stellen versteht man die jeweiligen nationalen Prüfinstitute, die zu diesen Prüfungen befähigt sind. - in Deutschland ist das die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin.

Ebenso muss die Qualität der nachgefertigten Produkte in den Herstellungswerken überwacht werden, auch diese Aufgabe wird von den benannten Stellen übernommen.

Alle benannten Stellen finden Sie hier